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Neue Leitlinien für die Katholische Begräbnisliturgie

Liebe Mitglieder des Pfarrverbands Moosinning-Eichenried-Eicherloh,

unser Hochw. Herr Erzbischof Reinhard Kardinal Marx hat für die Erzdiözese München und Freising am 2. November 2013 Leitlinien für die katholische Begräbnisliturgie in Kraft gesetzt, die im letzten Amtsblatt vom 31. Oktober 2014 veröffentlicht wurden.

 

In diesen Leitlinien steht unter anderem in Punkt 4:
„Wird bei einem katholischen Begräbnis gewünscht, dass der Sarg mit dem Leichnam des Verstorbenen bei der Begräbnismesse vor dem Altar aufgestellt wird, so ist diesem Wunsch stattzugeben, sofern dies von den örtlichen Gegebenheiten her möglich ist."

Mit dieser Thematik hat sich am 26. November 2014 der Pfarrverbandsrat befasst und ist unter Abwägung aller Möglichkeiten zu folgendem Ergebnis gekommen.

1. Wenn technisch nichts entgegen steht (Beurteilung durch Bestatter) soll auf Wunsch der Angehörigen der Sarg mit dem Leichnam des Verstorbenen vor dem Altar aufgestellt werden, so dass der Verstorbene mit Blick auf den Altar seinen Platz als Mitfeiernder, wie auch zu Lebzeiten, einnimmt.

2. Der Sarg mit dem Leichnam soll in geziemendem Zeitlichem Abstand vor dem Trauergottesdienst in die Kirche gebracht werden.

3. Die Besprengung des Sarges mit Weihwasser durch die feiernde Gemeinde in der Kirche entfällt.

4. Nach dem Requiem (Seelengottesdienst mit Eucharistiefeier) oder dem Trauerwortgottesdienst in der Kirche folgen die Verabschiedungsgebete des Priesters, Diakons oder eines anderen bischöflich beauftragten Seelsorgers in der Kirche vor dem Sarg. Daraufhin geht man in Prozession zum Grab zur Beisetzung[1], oder endet mit der Verabschiedung, wenn der Sarg mit dem Leichnam zur Kremierung überführt oder an einem anderen Ort beigesetzt wird. Die Urnenbestattung findet dann nach der Einäscherung im kleinen Kreis statt.

5. Eine Verabschiedung direkt vor einer Urnenbestattung sieht das Begräbnisbuch[2] in Kapitel VII[3] vor. Da die Asche in anderer Weise als der Leichnam auf den Verstorbenen verweist, sind für die Zeichenhandlungen am Grab eigene Deuteworte vorgesehen. Ein Gottesdienst kann auch hier in der Kirche gefeiert werden.

Ich bitte Sie eindringlich untereinander, in den Familien, im Freundeskreis, etc. das Thema Tod nicht auszusparen. Ganz wichtig ist auch den Wunsch zu äußern, wie denn das eigene Begräbnis sein soll. Dabei ist auch zu bedenken, dass alles was extra erbeten wird, wie z. B. eine besondere Musik, mit der Liturgie vereinbar sein und sich ihr unterordnen muss.

Gerne stehen ich, und das Seelesorgsteam Ihnen im Pfarrverband beratend und klärend zu Seite.

Mit freundlichen Grüßen

Pfarrer Michael Bayer

Pfarrverbandsleiter

Prodekan des Erzbischöflichen Dekanats Erding

[1]Unter Beisetzung versteht man bei der Erdbestattung beispielsweise das Herablassen
des Sarges ins Grab.

[2] Die kirchliche Begräbnisfeier, Manuale, hrsg. im Auftrag der Deutschen
Bischofskonferenz (...), Trier 2012

[3] Ebd. Die Feier der Verabschiedung und der Urnenbeisetzung S. 107




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Mi 12.12.2018  um 19:00 Uhr : Heilige Messe Ort: Moosinning
Do 13.12.2018  um 06:00 Uhr : Heilige Messe-Rorate Ort: Oberneuching
Sa 15.12.2018  um 18:00 Uhr : 1. Sonntagsmesse Ort: Oberneuching
So 16.12.2018  um 09:00 Uhr : Wortgottesfeier Ort: Niederneuching
So 16.12.2018  um 09:00 Uhr : Heilige Messe Ort: Unterschwillach

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